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ISächsische Zeitung (Lokales Großenhain ), 03.11.2003Zabeltitz



Ein Nachmittag rund um die Jagd

Hubertusfest in Zabeltitz mit Falkner- und Hundevorführung und Jagdhornbläsern

Birgit Ulbricht

Lange Gesichter gestern in Zabeltitz beim Hubertusfest. „Heinz“ kommt nicht, heißt es. Die Kinder sind enttäuscht, die Erwachsenen wohl nicht weniger. Dabei ist der neunjährige Falke „Heinz“ mit Herrchen Dieter Zenker aus Moritzburg neben Jagdhunden aller Coleur schlicht die Attraktion des diesjährigen traditionellen Hubertusfestes in Zabeltitz. Aber – wer Geduld hatte oder sich im Palais beim Basteln, am Glühwein-Stand oder im Schlosssaal bei der Jagdausstellung die Zeit vertrieb, der bekam „Heinz“ schließlich doch noch zu sehen. Leider gab der Falkner angesichts der aufziehenden Dämmerung nur eine kurze Vorführung, und fast wäre „Heinz“ noch entschwunden, aber er drehte stattdessen eindrucksvoll eine Runde ums Palais, um plötzlich wieder majestätisch einzuschweben. Ein bisschen Show muss sein. Aber Dieter Zenker, der seit 50 Jahren mit Falken arbeitet, war dann doch froh, als sein Liebling zurückkam. Das Terrain am Palais mitten im Wald gilt unter den Falknern als eines der schwierigsten der Gegend. Die Verlockung zu entschwinden, steckt den Raubvögeln trotz aller Bindung an ihren Menschen im Blut. So mancher vierbeinige Jagdhelfer war gestern ebenfalls nervös vor seinem ersten großen öffentlichen Auftritt. Zum Hubertusfest präsentieren Hundefreunde und Jäger traditionell gern ihre Gefährten. Aufregung also bei Herrchen und Hund, wenn es zur Vorführung geht. Da werden Erfahrungen ausgetauscht, fachkundige Blicke auf die Vierbeiner geworfen und die letzten Erlebnisse vom Ansitz ausgetauscht. Für den Vorsitzenden des Jagdverbandes Großenhain, Falk Beyer, ist es entscheidend, den Zusammenhalt der Jäger untereinander und das Ansehen der Jagd zu stärken. Er will künftig die fachliche Sicht für Jagd, Forst und Umweltschutz mehr in den Vordergrund rücken und in den nächsten Jahren auch jagdkundliche Vorträge anbieten. „Volksbelustigung ist wichtig, aber wir müssen wieder jeden Jäger erreichen und für die Gesamtzusammenhänge sensibilisieren“, sagt er. Angesichts von Bemühungen, das Jagdrecht in Länderhoheit übergehen zu lassen und der damit möglichen Änderungen, dürften Jäger nicht mehr nur ihre eigene Jagd im Blick haben.

Dieter Zenker aus Moritzburg beschäftigt sich seit 50 Jahren mit der Falknerei, gestern kam er mit dem neunjährigen „Heinz“ nach Zabeltitz. Die Bläsergruppe des Großenhainer Jagdverbandes (im Foto Ulrich Melchert) gab der Veranstaltung einen würdigen Rahmen und spielte jagdliche Weisen zur Hubertusandacht in der Kirche.

 
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